Pipedrive oder Close?
Ihr Vertrieb entscheidet.
Welches CRM passt zu Ihrem Arbeitsalltag? Pipedrive und Close organisieren Kontakte und Verkaufschancen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Wir vergleichen Pipeline, Kommunikation, Automatisierung und Kosten – anhand der Aufgaben, die Ihr Team täglich erledigt.
Die Pipeline als Ausgangspunkt.
Unsere Einordnung: ein guter Kandidat, wenn Ihr Team längere Verkaufsprozesse mit mehreren Phasen, Angeboten und Wiedervorlagen steuert. Entscheidend sind eine verständliche Pipeline und ein sichtbarer nächster Schritt.
Die Kommunikation als Ausgangspunkt.
Unsere Einordnung: ein guter Kandidat, wenn viele Kontakte täglich per Telefon und E-Mail bearbeitet werden. Eingebaute Kommunikationsfunktionen können Wege verkürzen; Rufnummern, Nutzungskosten und Tarif müssen dazu passen.
Was unterscheidet Pipedrive und Close?
Die Funktionen stammen aus den unten verlinkten Herstellerinformationen. Die Auswahlkriterien sind unsere Einordnung für die Einführung im Betrieb. Einen pauschalen Sieger gibt es nicht.
Die Tabelle lässt sich auf kleinen Displays seitlich verschieben.
| Kriterium | Pipedrive | Close |
|---|---|---|
| Vertriebsprozess | Deals, Kontakte und Aktivitäten in einer visuellen Pipeline. Prüfen Sie, ob Phasen und nächste Schritte Ihren Angebotsprozess klar abbilden. | Leads bündeln Kundenkontext; Contacts und Opportunities bilden Ansprechpartner und Verkaufschancen ab. Prüfen Sie die tägliche Kontaktbearbeitung. |
| Telefonie | Telefonieren über eine angebundene Anruf-App oder das Mobiltelefon. Anbieter, Protokollierung und zusätzliche Lizenzkosten prüfen. | Telefonie ist eingebaut. Rufnummernverfügbarkeit, Portierung und variable Gesprächskosten vor einem Wechsel klären. |
| E-Mail und Automatisierung | E-Mail-Synchronisierung und Automations ab Growth. Konkrete Auslöser, Aktionen und Tariflimits am benötigten Ablauf testen. | E-Mail im CRM; native Workflows in Growth und Scale. Kontaktsequenzen, Aufgaben und Stop-Regeln gehören in den Test. |
| ERP und weitere Systeme | Vorhandene Integration oder API anhand benötigter Datenfelder prüfen. Ein Marketplace-Eintrag allein bestätigt keinen vollständigen Datenaustausch. | Ebenso anhand konkreter Integration oder API prüfen. Datenrichtung, Zuständigkeit und Verhalten bei Fehlern müssen feststehen. |
| Rollen und Steuerung | Benötigte Sichtbarkeiten, Berechtigungen und Berichte mit dem ausgewählten Tarif abgleichen. Mit einem eingeschränkten Testnutzer prüfen. | Ebenso tarifabhängig prüfen. Eine technisch mögliche Kontaktbearbeitung bedeutet noch keine passende Sichtbarkeit für jedes Team. |
| Laufende Kosten | Nutzerlizenzen plus benötigte Zusatzmodule, Telefonieanbieter, Integrationen und vereinbarte Betreuung. | Nutzerlizenzen plus Telefonie/SMS, gegebenenfalls zusätzliche AI Credits, Integrationen und vereinbarte Betreuung. |
Was kostet der einsatzfähige Betrieb?
Einmalige Einführung
Einrichtung, Datenbereinigung, Import, Schnittstellen, Tests und Einführung des Teams werden als Projektumfang betrachtet. Unterschiedliche Datenquellen und Sonderfälle können den Aufwand stärker erhöhen als die reine Zahl Ihrer Kontakte.
Vor dem Start stehen deshalb Datenumfang, benötigte Abläufe, Mitwirkung Ihres Teams und Abnahmekriterien fest. Mehr dazu beim Leistungsumfang unseres CRM-Setups.
Wiederkehrende Kosten
Monatlicher Gesamtaufwand = Nutzerlizenzen + Zusatzdienste + variable Nutzung + Betreuung. Vergleichen Sie dieselbe Nutzerzahl, Abrechnungsperiode und benötigte Funktionstiefe. Jahrespreise, Währung und Steuern können die Darstellung verändern.
Ein günstiger Basistarif hilft wenig, wenn der gewünschte Workflow einen anderen Plan braucht. Wir nennen deshalb keinen pauschalen Projektpreis aus der Lizenzliste.

Drei Fälle in beiden Systemen testen.
Testen Sie eine neue Anfrage, ein offenes Angebot und eine Übergabe mit denselben anonymisierten Daten und Nutzerrollen. Notieren Sie benötigte Handgriffe, fehlende Informationen und offene Fragen. So erkennen Sie, welches CRM Ihrem Team die tägliche Arbeit erleichtert.
1. Eine neue Anfrage
Unternehmen und Ansprechpartner zuordnen, Zuständigkeit festlegen und die nächste Aktivität anlegen. Prüfen: Findet ein Mitarbeiter den Kontext ohne zusätzliche Suche im Postfach?
2. Ein offenes Angebot
Phase ändern, Wiedervorlage setzen und eine Rückmeldung dokumentieren. Prüfen: Bleibt erkennbar, wer wann weiterarbeitet und wann ein Nachfassablauf stoppen soll?
3. Eine Übergabe
Ein anderer Mitarbeiter übernimmt den Vorgang. Prüfen: Sind Verlauf, nächster Schritt und benötigte Rechte korrekt? Testen Sie auch einen doppelten Kontakt und eine fehlende Pflichtangabe.
Erst danach folgt die Entscheidung, welche Schritte über native Funktionen oder zusätzliche Automatisierungen unterstützt werden. Der Umfang sollte zum häufigsten Engpass passen.
Wann passt keines der beiden Systeme?
Erfüllt Ihr bestehendes CRM die Anforderungen bereits, kann eine bessere Einrichtung sinnvoller sein als ein Wechsel. Für Produktion, Lager, Buchhaltung oder spezialisierte Serviceprozesse betrachten wir zuerst die vorhandene Fachsoftware. Ein Vertriebs-CRM ergänzt diese Systeme dort, wo Kundenkontext, Verkaufschancen und nächste Aktivitäten fehlen.